Fair Wear Foundation Drucken

Dies ist eine Zusammenfassung der Charter der Fair Wear Fundation, einem mittlerweile recht verbreitetem Label für fair produzierte Kleidung. Aktuell (November 2010) sind die meisten bei risom.de angebotenen Shirts und Kapuzenaweater von Continental Clothing, einem von der Fair Wear Foundation zertifiziertem Label. Die Zusammenfassung beschränkt sich der Übersicht halber auf die fünf aus unserer Sicht wichtigsten Kriterien. Bei Interesse am vollen Umfang an Kriterien der FWF sei der Blick ins Originaldokument empfohlen.

Kinderarbeit:

Personen, die jünger als 15 Jahre alt sind, dürfen nicht im zertifizierten Unternehmen arbeiten. Arbeit für 15-17jährige ist nur zulässig, wenn es in genannten Land keine Schulpflicht gibt.

Für alle Personen unter 18 ist die Arbeit unter jeglicher Form von gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen nicht erlaubt.

Koalitionsfreiheit:

ArbeiterInnen können frei koalieren (d.h. Gewerkschaften gründen, Tarifverträge abschließen usw.). Das Unternehmen darf das in keiner Form sanktionieren, das gilt auch für die als VertreterInnen der ArbeiterInnen gewählten Personen.

Falls die lokalen Gesetze die Koalitionsfreiheit einschränken, dann muss das Unternehmen den ArbeiterInnen erlauben, äquivalente Strukturen für die Tariffähigkeit aufzubauen [härter formuliert als bei SA8000].

Löhne:

Die im FWF-zertifizierten Unternehmen gezahlten Löhne müssen mindestens dem Industriestandard entsprechen und für die Befriedigung der Grundbedürfnisse der ArbeiterInnen und ihrer Familien aureichend sein. Außerdem sollen sie etwas frei verfügbares Einkommen enthalten (d.h. nach der Bezahlung der Grundbedürfnisse steht der Familie noch Geld zur Verfügung).

Lohnabzüge z.B. als Strafmaßnahme oder in andersweitiger Form sind, so sie nicht vom Gesetz gedeckt sind, nicht zulässig. Finden Lohnabzüge statt, so dürfen sie das Einkommen nicht unter den Mindestlohn drücken.

Die Arbeiterinnen und Arbeiter müssen im Vornherein über die Höhe der Löhne, den regelmäßgen Zahltag usw. informiert werden.

Arbeitszeiten:

Die Arbeitszeiten im Unternehmen müssen mindesten im Rahmen der gesetzlichen Regelungen sowie dem branchenüblichen Standard entsprechen. Die normale Arbeitszeit einer Person ab 18 ohne Überstunden soll dem Gesetz entsprechen, darf aber nicht höher als 48 Stunden pro Woche sein. Mindestens ein Tag in der Woche muss frei sein.

Überstunden sind zulässig, wenn sie freiwillig sind, nicht regelmäßig anfallen und insgesamt nicht mehr als 12 Stunden die Woche betragen. Sie müssen zudem extra vergütet werden. [insg. weniger Ausnahmen als bei SA8000].

Quelle ist die aktuelle Charter der FWF.

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