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Fair Trade Klamotten mit Aussage

Fair Trade
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In den Kernpunkten Kinderarbeit, Arbeitszeiten, Arbeitsvergütung und Koalitionsfreiheit gibt es einige Unterschiede bei den verschiedenen Zertifikaten, allerdings fallen diese recht gering aus. Der SA8000-Standard der SAI ist hier am detailliertesten ausformuliert, wodurch auch Ausnahmeregelungen umfassend normiert sind. In einigen Details der Ausnahmeregelungen (z.B. bei der Koalitionsfreiheit) ist das Zertifikat der Fair Wear Foundation härter formuliert, in anderen (z.B. der Vergütung von befristet Angestellten) wiederum die FLO.

Relevante Unterschiede gibt es allerdings beim Ablauf der Inspektionen und Zertifizierungen. SA8000 setzt hier als einziges Zertifikat auf Multi-Stakeholder-Prozesse, hier sitzen also auch Arbeitnehmervertretungen / Gewerkschaften mit am Tisch, was m.E. wesentlich für die Korruptionsprävention ist.

Je nach unterschiedlicher Gewichtung dieser Punkte kann man nun zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. In ihren Grundzügen sind die einzelnen Zertifikate sehr ähnlich - kein Wunder, schließlich sind alle drei letztlich nur Umsetzungen der Vorgaben der ILO. Die Fairtrade Labelling Organisation hat eine Reihe von Sonderregelungen, hier kann man erkennen, dass sie ihre Wurzeln in der Zertifizierung der Rohstoffproduktion hat.

Zusammenfassend sind aber die Unterschiede untereinander recht gering, vor allem im Vergleich zu herkömmlicher, unfairer Produktion. Darum gilt: Möglichst viel fair kaufen, egal, um welches dieser drei Zertifikate es sich handelt! Wenn wir zusammen auf nennenswerte Stückzahlen kommen, dann können wir damit die Lebensverhältnisse vieler Menschen verbessern. Schon jetzt sehen sich H&M & Co. gezwungen, eigene Alibi-Fair-Trade-Reihen rauszubringen.

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